Keuchhusten verursacht heftige Hustenanfälle zum Teil mit Erbrechen. Als Folge können eine Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder im Säuglingsalter Krampfanfälle, Atemstörungen und sogar Hirnschäden auftreten. Insbesondere für Säuglinge kann die Erkrankung lebensgefährlich sein. Im Erwachsenenalter verläuft Keuchhusten häufig ohne die typischen Symptome. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Erkrankungsalter aber immer weiter nach oben verschoben, Säuglinge werden heute von den Jugendlichen und Erwachsenen angesteckt. Deshalb ist das Nachholen der Grundimmunisierung und die Auffrischimpfung für Jugendliche von großer Bedeutung. Erste Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheits-Surveys von 2002 zeigten, dass bei den Zwölf- bis 17-Jährigen aus dem Westen nur 27% gegen Keuchhusten geimpft sind.
Jugendliche sollten bei ihrem Kinder- und Jugendarzt ihren Impfausweis kontrollieren lassen und gegebenenfalls den Impfschutz für wichtige Infektionskrankheiten wie Keuchhusten, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung oder Diphtherie erneuern lassen. Mit einem Stempel ihres Kinder- und Jugendarztes können sie zur Zeit sogar an einem Gewinnspiel teilnehmen.