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Püriertes Gemüse im Lieblingsessen macht gesunde Ernährung schmackhafter

Bekommen Vorschulkinder ihre Leibspeisen, allerdings mit etwas püriertem Gemüse, so schmeckt ihnen das Gericht und sie verzehren etwa doppelt so viel Gemüse pro Tag wie normalerweise. Dies behaupten amerikanische Wissenschaftler ...

Mengen Eltern beliebten Rezepten ihrer Vorschulkinder, wie z.B. Nudelgerichten oder -aufläufen, püriertes Gemüse bei, so verzehren diese dadurch etwa doppelt so viel Gemüse und 11% weniger Kalorien im Verlauf eines Tages als zuvor. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher. „Bekannt ist, dass klein geschnittenes Gemüse und Obst lieber gegessen werden als ganze Stücke. Nun kommt eine weitere Methode hinzu, die Eltern dabei helfen kann, kleine Kinder gesünder zu ernähren“, freut sich Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Die Mahlzeiten mit dem hinzugefügten Gemüsebrei enthielten um 15 bis 25% weniger Kalorien als bisher.

In der Studie nahmen 39 Kinder zwischen drei und sechs Jahren über mehrere Tage ihre Leibspeisen mit verschiedenen pürierten Gemüsesorten als Zutat zu sich, wie z.B. Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Tomaten, Kürbis. Die Kinder sollten so viel verzehren, wie sie mochten. Dabei aßen sie von ihren Lieblingsgerichten dieselbe Menge wie sonst und fanden sie immer noch gut, auch wenn zerdrücktes Gemüse ein neuer Bestandteil war. „Es ist für Erzieher oft schwer, gerade kleine Kinder zu gesundem Essen zu bewegen. Ginge es nach ihnen, würden sie in den meisten Fällen Süßes und Nudeln wählen. Deshalb sind ‚Überzeugungstaktiken’, wie Beimengen von püriertem Gemüse und Loben, durchaus erlaubt“, erklärt Dr. Niehaus.


Quelle: Am J Clin Nutr.