Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- und Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Kinderarzt Herne - Ammar Najar

Unsere Infos bezüglich Impfungen:

In Deutschland werden die Kinder routinemäßig ab der 6. Lebenswoche geimpft. Ausnahme ist eine bestehenden Hepatitis B-Infektion der Mutter, bei der das neugeborene Kind bestenfalls bis 6 Stunden nach der Geburt aktiv und passiv dagegen geimpft werden sollte.

Was geimpft wird, wird durch die Stiko (Ständige Impfkommission) bestimmt und regelmäßig bei Bedarf aktualisiert.

Die aktuellen Empfehlungen enthalten folgende Impfungen gegen:
Rotavirus(Magen-Darm-Erkrankung),Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hepatitis B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Hämophilus Typ B (bakterielle Entzündung mit schwerem Verlauf im Kindesalter), Pneumokokken, Masern, Mumps, Röteln, Varizellen (Windpocken), Meningokokken C (Hirnhautentzündung), HPV (Gebärmutterhalskrebs) für Mädchen ab( 9) bzw12 Jahren.

Die Impfung gegen die saisonale Grippeerkrankung ist empfohlen bei Kindern mit chronischen Krankheiten und Immunschwäche, wird aber im Falle einer vorhergesagten Epidemie bei allen Kindern ab 6 Monaten empfohlen.

Rechtlich gesehen hat der Geimpfte bei gravierenden Impfschäden durch Impfungen, die von der Stiko empfohlen wurden, Anspruch auf staatliche Entschädigung, was bei Impfschäden durch Impfungen, die nicht von der Stiko empfohlen wurden, nicht der Fall ist.

Eine wichtige Impfung ist auch die gegen FSME, was überwiegend in Süddeutschland existiert. Die Impfung ist ab dem 2.Lebensjahr zugelassen und von der Stiko empfohlen für Reisende bzw. Bewohner dieser Gebiete.
Eine häufige Verwechslung der Eltern zwischen FSME und Borreliose erleben wir ständig. Bei Borreliose, die u.a. auch in unserem Gebiet vorkommt, gibt es bis dato keine Impfstoffe. Die Erkrankung wird durch ein Bakterium, das im Magen einer Zecke lebt, verursacht, und könnte bei rechtzeitiger Diagnose antibiotisch ausbehandelt werden. Bei FSME allerdings, ein Virus, das auch über Zecken übertragen wird, gibt es kein Heilmittel, daher ist die Impfung sehr wichtig.

Die Beschreibung dieser Krankheiten finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts www.rki.de.

In unserer Praxis werden den Eltern beim ersten Kontakt schriftliche Impfinformationen ausgehändigt. Selbstverständlich beantworten wir alle Fragen seitens der Eltern bezüglich Impfungen, was Sicherheit, Notwendigkeit und Sinn und Zweck der Impfungen betrifft.

Die Reiseimpfungen sind gebietsabhängig und müssen mehrere Wochen vor Reisebeginn verabreicht werden. Daher wäre ein frühzeitiges Beratungsgespräch bei uns wichtig. Außer Impfungen sind bei Reisen in einige Gebiete Vorbeugungs-medikamente wichtig, wie z.B. gegen Malaria.
Auch über die Kostenübernahme seitens der Krankenkassen gibt es unterschiedliche Angaben, daher raten wir unsere Patienten dazu, sich bei Ihrer Krankenkasse zu erkundigen.

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Leaflet © OpenStreetMap contributors

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